Der Vogelwinter 2013/14 in Süd-Niedersachsen: Endlich mal einer der milden Sorte

March 6th, 2014

Zwergsäger - Siebner
Abb. 1: Zwergsäger auf dem Göttinger Kiessee. Foto: M. Siebner

Von Dezember bis Februar dominierten atlantische Tiefausläufer mit stürmischen Komponenten das Wettergeschehen. Am 5. Dezember 2013 tobte Orkan „Xaver“ über Deutschland, machte sich aber, wie sein Vorläufer „Christian“ im Oktober, in der Region nur abgeschwächt bemerkbar. Ende Januar setzte für knapp zwei Wochen eine winterliche Phase mit Frosttagen und Schneefall ein. In dieser Zeit froren einige Stillgewässer, darunter der Seeburger See, zu. Danach hielt vorfrühlingsartiges Wetter Einzug. Aktuell deutet nichts auf einen späten Wintereinbruch. Für normale Menschen und ihre gefiederten Freunde ist dies sicher eine Wohltat, weniger jedoch für besonders ambitionierte Vogelbeobachter, denn milde Winter verlaufen zumeist ereignisarm…

In der Leineniederung zwischen Northeim und Einbeck überwinterten um die 60 Höckerschwäne. Als eine der wenigen Besonderheiten kann verbucht werden, dass Singschwäne in der gleichen Größenordnung präsent waren. Ab Ende Januar hielten sich bis zu 56 Schneeflüchter aus dem Osten im Umfeld der Northeimer Kiesteiche auf, darunter bis zu 15 Jungvögel und zwei in Lettland mit Halsmanschetten markierte Vögel (2E 94 und 4E 81). Dies ist eine regionale Höchstzahl der vergangenen Jahre. Am 8. Februar wurden in der Feldmark Wollbrandshausen - Gieboldehausen und am Seeburger See sieben bzw. sechs sicher identische Ind. notiert. Der Aufenthalt eines Zwergschwans fiel am 6. Februar an der Geschiebesperre Hollenstedt typisch kurz aus.
Kanadagänse traten am 15. Februar an den Northeimer Kiesteichen zu viert in Erscheinung. Ein Ind. zeigte am Göttinger Kiessee am 18. Februar erst den zweiten Nachweis für das Göttinger Stadtgebiet an.

Kanadagans - Siebner
Abb. 2: Kanadagänse an den Northeimer Kiesteichen. Foto: M. Siebner.

Ab Anfang Dezember trieb sich am Seeanger eine Weißwangengans über sechs Wochen zusammen mit anderen Gänsen umher.
Tundrasaatgänse erreichten in der Leineniederung zwischen Northeim und Einbeck nach dem Kälteeinbruch Ende Januar mit bis zu 1800 Ind. ihr Maximum. Blässgänse waren mit bis zu 1200 Ind. präsent. Am Seeanger schwankten die Zahlen. Das Maximum betrug Mitte Januar um die 130 Ind. Bis dato hält sich ein Trupp von ca. 60 Vögeln über Wochen dort auf.
Aus regionaler Sicht ist die Überwinterung einer Brandgans an der Geschiebesperre Hollenstedt immer noch bemerkenswert. Vier Ind. gerieten am 27. Februar am Wendebachstau bei Reinhausen ins Blickfeld.
Eine Rostgans wirkte am 22. Februar auf einem Acker nahe dem o.g. Gewässer leicht deplaziert.

Pfeifenten überwintern seit einigen Jahren in der Leineniederung zwischen Northeim und Einbeck. Diese, aus regionaler Sicht bemerkenswerte, Tradition bestätigte sich mit bis zu 180 Ind. Ende Februar erhöhte sich ihre Zahl durch Zuzügler auf 240 Vögel.
Bergenten trafen am 27. Januar zu viert (2 M., 2 W.) auf dem Northeimer Freizeitsee ein. Bis Mitte Februar waren dort zwei bzw. ein Ind. präsent.
Drei Samtenten wasserten vom 24. bis 25. Januar auf dem Seeburger See, der bald darauf zufror. Ein Einzelvogel schmückte den Northeimer Freizeitsee vom 27. Januar bis zum 15. Februar.

Zwergsäger traten in eher geringer Zahl auf. Mehr als neun Vögel zusammen wurden nicht gesehen. An der Kiesgrube Reinshof und am Göttinger Kiessee hielt sich ab Ende Januar bis in die erste Februardekade ein schmuckes Paar auf (Foto s.o.).
Gänsesäger waren wiederum gut vertreten. Vor dem Zufrieren erreichten sie am Seeburger See am 25. Januar mit 120 Ind. ihr Maximum. Nach dem Auftauen zeigten am 9. Februar 192 Vögel eine neue Höchstzahl an. An der Geschiebesperre Hollenstedt wurden am 27. Januar beachtliche 124 Vögel gezählt, unter denen sich vermutlich Umsiedler vom Seeburger See befanden. Damit bestätigte sich die Bedeutung der Geschiebesperre als Schlaf- und Rastplatz für überwinternde Wasservögel, besonders nach dem Zufrieren der traditionell genutzten Stillgewässer. Auch am kleinen Göttinger Kiessee, der nicht komplett zufror, waren die Zahlen erneut recht beeindruckend. Im Januar wurden an einigen Tagen knapp über 50 Ind. notiert. Mehrfach konnte eine Art Gemeinschaftsjagd mit Kormoranen beobachtet werden. Die Beutetiere wurden gezielt in Ufernähe getrieben, wo sie leichter zu schnappen waren. Dort warteten dann regelmäßig Graureiher als Abstauber… Auf der Leine in Göttingen verbrachte das flugunfähige Weibchen „Wilma“ seinen zweiten Winter.

Gänsesäger - Hillmer
Abb. 3: Fischende Gänsesäger und ein lauernder Mitesser. Foto: S. Hillmer

Die Göttinger Winterpopulation des Zwergtauchers kann auf ca. 15 Ind. beziffert werden, die eine leichte Bestandserholung anzeigen. Die beiden spät geborenen Haubentaucher vom Göttinger Kiessee (vgl. den vorangegangenen Bericht) schafften Anfang Dezember den Abflug. Der Winterbestand am Seeburger See war, trotz milder Witterung, mit maximal 20 Ind. recht gering. Am Northeimer Freizeitsee stieg er nach dem Zufrieren vieler Stillgewässer auf maximal 70 Ind.
Ein Rothalstaucher war am 12. Dezember am Seeburger See nur kurz zugegen. Am Northeimer Freizeitsee traf ein Ind. am 1. Februar ein und ist bis dato noch anwesend.

Rothalstaucher - Bolte
Abb. 4: Rothalstaucher auf dem Northeimer Freizeitsee. Foto: S. Bolte

Am 5. Januar schwamm auf dem Seeburger See ein Prachttaucher, immerhin der dritte in der aktuellen Wegzug- und Wintersaison.

Zwischen dem 12. Dezember und 5. Januar geriet am Seeburger See dreimal eine Rohrdommel ins Blickfeld. Am 28. Januar flog ein in der Dunkelheit rufendes Ind. über den Leinepolder Salzderhelden. Dunkel war es am 27. Februar auch im Kaufunger Wald, über dem ein ziehender Vogel akustisch auf sich aufmerksam machte und drei Eulenfreunden einen unverhofften Nachweis bescherte.
Der Winterbestand des Silberreihers stieg nach dem Kälteeinbruch Ende Januar deutlich an. Am 25. Januar zeigten 89 Ind. an der Geschiebesperre Hollenstedt die maximale Tageszahl. Auch am und im Umfeld des Seeburger Sees erhöhte sich ihre Zahl in diesem Zeitraum auf maximal ca. 30 Vögel. Die traditionellen ca. 10 Überwinterer im Leinetal zwischen Friedland und Northeim eingeschlossen kann der regionale Hochwinterbestand auf mindestens 150 Vögel beziffert werden.

Silberreiher - Siebner
Abb. 5: Weißes Band an den Northeimer Kiesteichen Foto: M. Siebner

Die durchgehende Überwinterung von zwei Weißstörchen am Seeanger ist aus regionaler Sicht durchaus ungewöhnlich. Für den Landkreis Göttingen ist es die erste seit 1987/88, als ein aus der Altmark stammender Storch in Elkershausen von einem Landwirt durchgefüttert wurde. Da beide unberingt waren, ist über ihre Herkunft nichts bekannt. Bruten in Seeburg oder im Seeanger entstammten sie aber mit Sicherheit nicht, weil diese Vögel alle beringt sind. Die von der Tagespresse befeuerte Diskussion, ob man sie nun füttern müsse, wurde vom milden Winterverlauf schnell beigelegt.
Ein 2013 im Landkreis Göttingen nestjung beringter Schwarzstorch konnte im Dezember in Andalusien abgelesen und fotografiert werden. Schneller und besser geht’s wohl kaum, wenn man Kenntnisse über den Winteraufenthalt „unserer“ Schwarzstörche gewinnen will!

Schwarzstorch - Rohde
Abb. 6: Junger Schwarzstorch bei Las Colinas/Andalusien. Foto: C. Rohde

Für den Berichtszeitraum liegen (nur) vier Beobachtungen der Kornweihe vor. Von der Winterflucht Ende Januar war diese Art offenkundig nicht betroffen.
Dies betrifft auch den, bis auf Einflugjahre, traditionell sehr spärlich auftretenden Rauhfußbussard: Am 28. Januar wurde je ein Ind. an der Geschiebesperre Hollenstedt und über dem Göttinger Neuen Botanischen Garten bestimmt.
Winterliche Merline gerieten am 20. Februar in der Feldmark Rittmarshausen und am 25. Februar im Leinepolder Salzderhelden ins Blickfeld.

Das Zugverhalten von Kranichen gestaltete sich differenziert. Im Leinepolder Salzderhelden harrte eine Gruppe von 13 bis 16 Vögeln bis zum Kälteeinbruch Ende Januar aus. Danach ließen sich in geringer Zahl nach Südwesten ziehende Schneeflüchter blicken, aber auch ein paar nach Osten fliegendeVögel. Der Heimzug setzte verstärkt ab Anfang Februar ein und verlief wenig spektakulär, denn regelrechte Massenzugtage gab es nicht. Als Besonderheit ist hervorzuheben, dass im Leinepolder Salzderhelden wiederum größere Gruppen zum Rasten niedergingen (z.B. 840 Ind. am 21. Februar), obwohl das Wetter einem zügigen Weiterziehen nicht entgegenstand. Wenn dieser Trend anhält, könnte sich der Polder zu einem traditionellen Rastplatz mausern, dessen Genese mit einiger Wahrscheinlichkeit im „Märzwinter“ des letzten Jahres zu suchen ist (vgl. den vorangegangenen Bericht auf dieser Homepage). Auch die ausgedehnten Feuchtflächen der letzten Zeit, die eine ungestörte Nachtruhe ermöglichen, könnten ihren Beitrag geleistet haben.

Kraniche - Siebner
Abb. 7: Kranich-Altvogel mit zwei Jungen im November im Leinepolder.
Foto: M. Siebner

Ein bis zwei Wasserrallen überwinterten unweit des Parkplatzes am Seeburger See.

Goldregenpfeifer traten bis dato eher spärlich in Erscheinung. Am 28. Februar wurde im feuchten und derzeit für die Art eher suboptimalen Leinepolder Salzderhelden mit 18 Ind. das Maximum erreicht.
Kiebitze waren, wenig überraschend, im gesamten Berichtszeitraum präsent. Selbst nach dem Kälteeinbruch harrte eine Handvoll an der Geschiebesperre Hollenstedt und im Leinepolder aus. Ab Mitte Februar setzte der Heimzug ein. Wegen seiner vielen Feuchtflächen geriet der Leinepolder zum Magnet. Bis zu 4500 Ind. versammelten sich dort zum Monatsende. Am 25. Februar standen zwei Große Brachvögel im Leinepolder Salzderhelden.
Winterliche Waldschnepfen gerieten viermal ins Visier: Am 8. Dezember in der Feldmark Bilshausen, am 21. Dezember und am 27. Februar (2 Ind.) im Kaufunger Wald sowie am 22. Februar im Kleinen Leinebusch.
Vier Zwergschnepfen wurden am 25. Januar im Leinepolder Salzderhelden notiert. Bekassinen machten es sich nach dem Kälteeinbruch am 27. Januar zu zweit an der Geschiebesperre Hollenstedt bequem. Im Seeanger läutete ein Vogel am 18. Februar den (frühen) Heimzug ein. Elf Vögel taten es ihm einen Tag später im Leinepolder nach.
Der aus dem Vorbericht bekannte Flussuferläufer vom Seeburger See wurde am 12. Dezember zuletzt gesehen.
An der Geschiebesperre Hollenstedt überwinterten, wie in vielen Jahren, zwei robuste Waldwasserläufer. Ein Rotschenkel hielt sich am 22. Februar im Leinepolder auf und folgte damit einem Alpenstrandläufer am Vortag ebenda.

Von der Silbermöwe liegen fünf Beobachtungen vor, davon eine am Göttinger Kiessee am 23. Dezember. Die aus dem Vorbericht bekannte, nicht ganz artreine Steppenmöwe hielt sich über Wochen bis in den Februar am Seeburger See auf. Ihr gesellten sich ein Artgenosse im 2. Kalenderjahr und ab Mitte Februar ein Altvogel hinzu. Am Northeimer Freizeitsee traf nach dem Kälteeinbruch am 27. Januar ein kleiner Verband von drei Ind. (2 ad., 1 K2-Ind.) ein. Der vorjährige Vogel hielt es bis Ende Februar dort aus.

Aus dem Göttinger Stadtgebiet liegen ganze vier Winterbeobachtungen einzelner Türkentauben vor, zumeist aus Geismar. Ob dies ein böses Omen für die Brutzeit ist bleibt abzuwarten.

Türkentaube - Siebner
Abb. 8: Vorzeitlich anmutende Antennentaube in Rosdorf. Foto: M. Siebner

Das traditionelle Revier des Sperlingskauzes im Reinhäuser Wald ist wieder belegt. Aus diesem Waldgebiet (mit vielen Sandsteinformationen) liegen Hinweise auf die Beeinträchtigung eines (noch besetzten?) Uhu-Brutplatzes durch Kletterer vor. Von anderen Regionen ist bekannt, dass Brutplätze in Felsen, Steinbrüchen o.ä. zunehmend auch durch Geocacher in Mitleidenschaft gezogen werden. Hier tut sich für Eulenschützer und Naturschutzbehörden ein weites Betätigungsfeld auf…

Uhu - Lipka
Abb. 9: Wenn der Berg ruft, sucht der Uhu das Weite.
Kletterhaken unter einem Brutplatz. Foto: V. Lipka

Der reguläre Winterbestand des Raubwürgers rekrutierte sich im Wesentlichen aus drei Vögeln im Leinepolder Salzderhelden, an den Northeimer Kiesteichen und auf dem Göttinger Kerstlingeröder Feld. Darüber hinaus liegen automobilgestützte Zufallsbeobachtungen vom Golfplatz bei Levershausen und von der A 38 bei Reiffenhausen vor.

Nahe Thüdinghausen wurden an mehreren Terminen bis zu 56 Saatkrähen notiert. Aus regionaler Sicht bemerkenswert sind auch ca. 50 Ind., die am 24. Februar in der Feldmark Reinshof eine Rast einlegten.

Sechs Beobachtungen von Kohlmeisen mit „Invasionsruf“ liegen vor. Sie betreffen zumeist nur wenige Rufer, darunter auch in einem Verband von 60 Kohlmeisen, die am 27. Februar in einem Hausgarten in Ebergötzen rasteten.

Am Northeimer Freizeitsee hat ein Zilpzalp über Wochen erfolgreich überwintert. Dies ist aus regionaler Sicht immer noch ungewöhnlich. Einzelvögel gelangten am 14. Dezember im Göttinger Levin-Park, am 19. Dezember in der Göttinger Innenstadt, am 31. Dezember und am 19. Januar im Leinepolder sowie am 4. Februar in der Göttinger Nordstadt zur Beobachtung.
Von der Mönchsgrasmücke gibt es zwei Winternachweise: Am 1. Dezember hielt sich ein Ind. am Göttinger Flüthewehr auf. Ein beringtes, aber leider nicht ablesbares Weibchen labte sich am 22. Dezember im Leinepolder an Äpfeln.
Sehr ungewöhnlich sind gleich zwei Januar-Beobachtungen von insgesamt mindestens drei Sommergoldhähnchen im Pleßforst und Reinhäuser Wald. Während man früher ins Grübeln geriet, um solche Beobachtungen - von denen es zuvor in der Region nur ca. fünf gab - irgendwie einzuordnen, genügt heute eine Datenabfrage bei ornitho: Sie zeigt, dass in diesem Winter Sommergoldhähnchen selbst im klimatisch rauen Ostdeutschland und z.B. auch auf Helgoland zu sehen waren. Ob sich ein Trend abzeichnet bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass die Brutbestände in Nordosteuropa deutlich zugenommen haben. Ab Mitte Februar mehrten sich die Nachweise, die wohl dem (frühen) Heimzug zugeordnet werden können.

Sommergoldhähnchen - Siebner
Abb. 10: Sommergoldhähnchen. Foto: M. Siebner

Singdrosseln trafen vergleichsweise zahlreich schon zum Beginn der letzten Februar-Dekade ein, deutlich früher als sonst. Ein Sänger am Göttinger Kiessee signalisierte ab dem 20. eine frühe Revierbesetzung.

Auf dem Gelände der JVA Rosdorf gelang einem sicher untergebrachten Hausrotschwanz die erfolgreiche Überwinterung. Auch an der Norduni in Gö.-Weende scheint es einem Artgenossen durchweg gutgegangen zu sein. Erfolgreiche Überwinterungen sind in Göttingen immer noch die Ausnahme. Die meisten Aspiranten verschwinden in der Regel nach dem ersten Schneefall.

Am 25. Januar wurden im Leinepolder Salzderhelden 27 Bergpieper gezählt. Das sind deutlich mehr als im vergangenen Winter, aber immer noch erheblich weniger als noch vor einigen Jahren. Am Seeanger, wo optimale Rast- und Überwinterungshabitate bestehen, fehlte die Art.
Der Göttinger Winterbestand der Gebirgsstelze war mit ein bis zwei Ind. wiederum gering. Drei Vögel bildeten am 9. Februar an der Weende bei Bovenden die Ausnahme. Möglicherweise machen sich die Verluste in den vergangenen Kältewintern immer noch bemerkbar. An der Geschiebesperre Hollenstedt überwinterte der übliche Einzelvogel.
24 Bachstelzen am 17. Januar im Leinepolder Salzderhelden sind aus regionaler Sicht durchaus bemerkenswert. Nach dem Kälteeinbruch waren sie jedoch verschwunden. Hinweise auf eine Überwinterung liegen von der JVA Rosdorf vor. Ab Anfang Februar ließen sich ausharrende und früh heimziehende Ind. kaum trennen.

Vom nordischen „Trompetergimpel“ liegen 22 Beobachtungen vor. Die meisten bezogen sich jedoch auf zwei Ind., die über längere Zeit im Kiessee- Leinegebiet und im Bereich der Norduni in Gö.-Weende präsent waren.

Am 5. Januar flog eine Schneeammer über den Seeburger See und machte, ganz typisch, mit ihrem Flugruf akustisch auf sich aufmerksam.
Trotz weithin milder Witterung liegen keine Dezember- und nur zwei Januarbeobachtungen der Rohrammer vor (2 Ind. am 27. Januar an der Geschiebesperre Hollenstedt sowie einen Tag später 1 Ind. am Göttinger Flüthewehr).

Hans-Heinrich Dörrie

Dieser Bericht basiert auf Beobachtungsdaten von:

P.H. Barthel, B. Bartsch, B. Bierwisch, S. Böhner, S. Bolte, G. Braemer, G. Brunken, J. Bryant, L. Demant, V. Dierschke, H. Dörrie, K. Dornieden, M. Drüner, H. Edelhoff, S. Em, M. Fichtler, J. Fleischfresser, M. Göpfert, E. Gottschalk, C. Grauf, C. Grüneberg, W. Haase, H. Hartung, D. Herbst, V. Hesse, S. Hillmer, U. Hinz, C. Höfs, S. Hohnwald, S. Holler, G. Jacobs, K. Jünemann, R. Käthner, H.-A. Kerl, P. Kessler, J. Kirchner, H. Kobialka, U. Kormann, T. Langer, I. Lilienthal, V. Lipka, T. Meineke, K. Menge, M. Mooij, M. Otten, S. Paul, G. Pfützenreuter, R. Pötzinger, B. Preuschhof, S. Racky, D. Radde, U. Rees, P. Reus, V. Rösch, C. Rohde, C. Rosbach, H. Schmidt, D. Schomberg, M. Schuck, M. Siebner, D. Singer, L. Söffker, F. Steinmeyer, K. Stey, S. Stübing, A. Stumpner, A. Sührig, A. Torkler, S. Vidal, W. Vogeley, C. Weinrich, H. Weitemeier, D. Wucherpfennig und S. Zinke.

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