Katastrophen? – Wir warten nur darauf!

September 5th, 2010

Brennende Wälder, von Orkanen leergefegte Höhenzüge, Truppenübungsplätze mit feuerspeienden Panzerverbänden, die Schneisen der Verwüstung hinterlassen, die Mondlandschaften des Braunkohle-Tagebaus: Was der empfindsame Normalbürger zumeist als „Schändung“ und „Zerstörung“ einer vermeintlich „intakten Natur“ wahrnimmt und der Forstwirt oder Waldbesitzer als ökonomisches Desaster beklagt, ist für etliche - zunehmend seltener werdende - Brutvogelarten ein wahrer Segen. Dieser hält sich jedoch in engen Grenzen, wenn die Natur rasch wieder „in Ordnung gebracht“ wird und düngender Nährstoffeintrag die offenen Flächen schneller denn je wieder zuwachsen lässt. Um diese Phänomene am Beispiel des Reinhäuser Walds südlich von Göttingen genauer zu erkunden hatte sich im Frühjahr 2009 ein Team unseres Arbeitskreises unter der Ägide von Silvio Paul zusammengefunden. Die Ergebnisse der Untersuchung können jetzt hier nachgelesen werden.

Paul, S. (2010): Welchen Nutzen hat der Sturm? Ergebnisse einer Brutvogelerfassung auf ausgesuchten Waldschadensflächen im Reinhäuser Wald bei Göttingen. Online im Internet, URL: http://www.ornithologie-goettingen.de/material/paul_welchennutzen.pdf [PDF-Datei].

Die Printversion findet sich im jüngst erschienenen Band 14 der vom AGO herausgegebenen „Naturkundlichen Berichte zur Fauna und Flora in Süd-Niedersachsen“, der zum Preis von 14 € beim Planungsbüro Prof. Heitkamp, Bergstr. 17, 37130 Gleichen-Diemarden, E-Mail planungsbuero[at]uheitkamp.de bezogen werden kann. Wir wünschen eine anregende Lektüre!

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