Artenliste für Südniedersachsen

Liste der im Göttinger und Northeimer Raum nachgewiesenen Vogelarten.

Die Liste enthält 317 Vogelarten, deren Auftreten in der Region seit 1800 dokumentiert ist. Um die Tabelle nicht zu überfrachten, wurde im allgemeinen auf quantitative Angaben verzichtet. Dies gilt auch für Ortsbezeichnungen. Bei tiefergehendem Interesse an der regionalen Avifauna wird, neben den avifaunistischen Jahresberichten 2000-2005, die Lektüre der Kommentierten Artenliste (DÖRRIE 2000) empfohlen, die jedoch nahezu vergriffen ist und einer ergänzten und verbesserten Neuauflage harrt. Im Unterschied zur letztgenannten Publikation bezieht die Tabelle auch den Südkreis des Landkreises Göttingen (Altkreis Hann. Münden) ein.

Statusangaben Brutvogelarten: B = Brutvogel. Als Bruthinweis wird auch die Besetzung eines Gesangsreviers über einen längeren Zeitraum gewertet (vor allem bei Sperlingsvögeln). uB = unregelmäßiger Brutvogel in größeren Zeitabständen (bei ein- bis dreimaligem Brüten mit Jahresangabe). eB = ehemaliger Brutvogel (regionale Population wegen Habitatverlust und/oder Klimaveränderung erloschen, eine autochthone Wiederansiedlung ist bis auf weiteres unwahrscheinlich).

Statusangaben Gastvogelarten (Heimzug, Übersommerung, Wegzug, Winter): G = Gastvogel. sG = seltener Gastvogel (bis zu 10 Nachweise). A = Ausnahmeerscheinung (bis zu drei Nachweise, einschließlich Jahresangabe).

Die Statusangaben beziehen sich im wesentlichen auf die Zeit nach 1960. Langjährige Trends für einige Brut- und Gastvogelarten werden durch Anfügungen (+ für Zunahme, - für Abnahme) gekennzeichnet. Die Zunahme von Nachweisen ist nicht selten das Resultat besserer Erfassung und sollte deshalb nicht pauschal mit einem positiven Trend gleichgesetzt werden.

Die Liste enthält auch Nachweise von Kuhreiher (freifliegende Population in Hannover) sowie von Gerfalke und Würgfalke (beide häufig als sogenannte Beizvögel gehalten). Ob es sich bei diesen Individuen um Wildvögel gehandelt hat, muss letztlich offenbleiben. Bei den regionalen Kuhreihern und dem Würgfalken - der historische Nachweis des Gerfalken entzieht sich genauerer Beurteilung - lagen keine direkten Hinweise auf ein Entfleuchen aus Gefangenschaft vor.

Beobachtungen von in der BRD (noch) nicht etablierten Neozoen (z.B. Schwarzschwan, Streifengans, Schwarzkopf-Ruderente, Brautente) bzw. Gefangenschaftsflüchtlingen (Kategorien D und E der bundesdeutschen Artenliste) sind in der Zusammenstellung nicht enthalten, ebenso Nachweise von Arten, die sich fern der Region dauerhaft angesiedelt haben, aber hier als Gefangenschaftsflüchtling einzustufen sind (z.B. Halsbandsittich - aber nicht die Mandarinente, die in Niedersachsen frei brütet).
Auch der Jagdfasan fehlt, weil er im niedersächsischen Bergland keine sich selbst erhaltende Population aufweist. Zudem werden Aussetzungen kaum noch vorgenommen.

Zweifelhafte oder in früheren Jahresberichten und anderen Publikationen unzureichend dokumentierte Beobachtungen wurden nicht berücksichtigt.

  • Artenliste zum Download im rtf-Format. Zum Speichern rechte Maustaste drücken und Linkziel am gewünschten Ort abspeichern.

August 30th, 2006


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